Fully oder Hardtail – Mountainbike Unterschiede und Beratung

Wer sich ein Mountainbike kaufen will, steht oft vor vielen Entscheidungsfragen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Mountainbike Arten – Das Hardtail oder das Fully-Bike. Erfahre Hier die Unterschiede, Einsatzarten sowie die Vor und Nachteile

Hardtail oder Fully? Der Mountainbike Vergleich

Grundsätzlich gibt es unter den Mountainbikes zwei verschiedene Bauarten. Beide Unterscheiden sich auf den ersten Blick an Ihrer Federung. Hardtails sind nur an der Vordergabel gefedert, während ein Fully zusätzlich am Rahmen und Hinterrad gefedert sind. Doch das ist noch längst nicht alles. Beide Mountainbike Arten haben noch weitere Typen. Was es noch an Mountainbike Arten gibt, kannst du hier im Detail lesen: Alle Mountainbike Arten im Überblick

So einfach lässt es sich jedoch nicht entscheiden Welches Bike das bessere ist. Es kommt nämlich ganz auf den Einzelfall und das Einsatzgebiet an. Es wird sich kaum lohnen mit einem 4000 Euro teuren Fully-Bike, nur auf einfachen Forstwegen zu fahren. Genauso wenig ist der Sinn erfüllt, mit einem 800 € Hardtail die schwierigsten Abfahrten und Jumps locker wegzustecken.

Hardtail Mountainbike

Hardtail bedeutet übersetzt „Hartes hinteres Teil“, was die Rahmen-Geomoetrie meint. Hardtail Mountainbikes besitzen nur eine Vorderrad Federung von meist 80 -120 mm, und weisen dadurch ein niedriges Gewicht auf, sowie hohe Steifigkeiten.

GHOST SE 2000

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Einsatzgebiete

Wer solide Fahrten auf Forstwegen vorzieht, ist mit einem Hardtail bestens beraten. Ihre Federung am Vorderrad steck einfache Wurzelstrecken locker weg. Durch Ihre Steifigkeit lassen sich besonders hohe Geschwindigkeiten für Bergauf-Fahrten erreichen. Da Sie in der Regel leichter als ein Fully sind, sind sie für lange Touren im leichten bis mittleren Gelände bestens geeignet! Dein Passendes Bike findest du Hier: Hardtails im Shop

Durch Ihre im Vergleich zum Fully einfachere Technik, sind Hardtails deutlich günstiger und somit besonders gut für Einsteiger gedacht. Das muss jedoch nicht heißen das Hardtails bei Fortgeschrittenen im Keller liegen. Es kommt wie gesagt auf das Einsatzgebiet an.

Fahrverhalten

Durch Ihren steifen Rahmen können im leichten Gelände Höhere Geschwindigkeit erreicht werden. Vorallem beim Bergauf Fahren, wird die Gesamte Energie an das Hinterrad weitergeleitet, ohne in der Federung zu versinken. Im Schwierigen Gelände wird man jedoch deutlich langsamer. Größere Hindernisse steckt ein Hardtail einfach nicht so gut weg wie ein Fully Mountainbike. Harte Stöße auf den hinteren Teil des Bikes und stockendes Fahrverhalten sind die Folge.

Vorteile


  •  Niedriger Einstiegspreis
  • Weniger Gewicht
  • Einsteigermodell
  • weniger Pflege & Wartungsaufwand

Nachteile


  • Weniger Fahrkomfort & Traktion
  • Langsame Geschwindigkeit im Schwierigen Gelände
  • Weniger Stabilität

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Fully Bike

Fully kommt aus dem Englischen und bedeutet: Full Suspension Bike. Gemeint ist damit der Vollgefederte Rahmen am Vorderrad und der Hinterrad-Aufhängung. Ihr Federweg beginnt meist bei 120 mm und endet bei manchen Mountainbike Varianten sogar bei 200 mm (Siehe Downhill oder Freerides). In der Regel sind Fully Bikes für schwieriges Gelände gedacht, da sie unebenheiten leichter wegstecken als ein Hardtail.

Mondraker Dune R

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Einsatzgebiete

Grundsätzlich werden Fully-Bikes im Schwierigen Gelände oder bei schnellen Abfahrten genutzt. Somit sind die bestens Geeignet für lange Gebirgstouren und zum Teil auch Bike-Parks. Hier kommt es jedoch besonders auf den Unterschiedlichen Typ an. Welches Bike du für welchen Einsatz benötigst kannst du hier Lesen: Mountainbike Arten Übersicht

Fahrverhalten

Durch Ihre Doppelte Federung fahren sich Fullys besonders komfortabel im Gelände. Ihre Technik ermöglicht eine bessere Traktion und Stabilität auch bei Harten Stößen. Schlaglöcher und Hindernisse werden durch die Federung locker weggesteckt, und ermöglichen eine deutlich höhere Geschwindigkeit bei Abfahrten. Die Königsdisziplin für Abfahrten sind Donwhill-Bikes mit einem Federweg ab 200 mm. Für Gebirgstouren erweist sich ein All-Mountain oder Enduro am besten durch Ihre Aufrechte Sitzposition.

Vorteile


  • Bessere Traktion & Stabilität
  • Hoher Fahrkomfort
  • Besonders geeignet für Schwieriges Gelände
  • Hohe Bergab-Geschwindigkeiten
  • Leistungsstarke Technik

Nachteile


  • Hoher Einstiegspreis
  • Hoher Pflege & Wartungsaufwand

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Fazit: Hardtail oder Fully?

Ob Hardtail oder Fully muss jeder für sich selbst entscheiden. Ist man eher der Typ der ab und zu durch den Wald fährt um ein wenig Frischluft zu genießen? Dann ist man mit einem Hardtail aufjeden Fall richtig beraten. Vielleicht braucht man aber auch Wilde Abfahrten oder plant eine Lange durch durch Gebirge wie die Alpen? Für schwieriges Gelände ist man mit einem Fully aufjedenfall bestens ausgrüstet!

Mehr Über die verschiedenen Mountainbike Arten erfährst du Hier: Alle Mountainbike Arten im Überblick

Welcher Bike-Typ Seid Ihr? Oder habt Ihr sogar beide Varianten, weil Ihr eure Bikes verschieden einsetzt? Erzählt uns mehr in den Kommentaren!

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