Mit dem Bulli zu den schönsten der Stränden der Welt – Die Weltreise einer Kitesurferin

Eine Entscheidung, die das Leben von Sarah veränderte – Weltreise! Seit Juni lebt sie nun Ihre Leidenschaft beim Kiten an den schönsten Stränden der Welt aus. Mit ihrem Freund und dem Bulli bereist sie dabei sämtliche Länder. Welche atemberaubenden Momente und Aktivitäten sie dabei erleben und wie die Entscheidung ,den Alltag hinter sich zu lassen, ihr Leben veränderte, lest ihr in diesem Interview.

“ Reisen ist etwas das uns neugierig bleiben lässt, Toleranz lehrt und uns am Boden hält…“

Sarah von Wyl
Kite-Surferin & Traveler
Folgt Sarahs Blog auf: www.live-surf-travel.de

Aufgefallen ist uns Sarah auf Instagram mit Ihren Bildern von einem unbeschwerten Leben an sämtlichen Stränden dieser Erde. In Ihrem Blog berichtet sie ausführlich über Ihre Weltreise, Kite-Surf Events und Ihren Erlebnissen und Aktivitäten. Sarah führt einen außergewöhnlichen Lifestyle den viele Menschen dazu inspiriert neues zu erleben. Lest Ihre Worte und lasst euch davon packen euren Alltag gegen einzigartige Reisen und Momente einzutauschen.  #CollectMoments

Wie Bist du auf die Idee gekommen, alles hinter dir zu lassen und einfach mit dem Bully die Welt zu entdecken?

Ich war schon immer gern unterwegs: Ein Wochenende am Meer oder über mehrere Wochen ein neues Land erkunden. Es ist etwas das uns neugierig bleiben lässt, Toleranz lehrt und uns am Boden hält, weil wir immer wieder vor Augen gehalten bekommen, wie gut es uns doch eigentlich geht. Seit ich mit der Uni fertig bin und Vollzeit als Art Director arbeite, ist es für mich noch wichtiger geworden, meinen Kopf auf Reisen frei zu bekommen, neuen Input, Erlebnisse und Eindrücke zu erhalten – weil es auch dabei hilft, neue, kreative Ideen zu entwickeln. Dazu kommt, dass ich vor drei Jahren mit dem Kitesurfen angefangen habe und immer auf der Suche nach neuen, coolen Spots bin, die neben reichlich Wind auch noch ein paar andere Eindrücke zu bieten haben.

Und manchmal bekommt man im Leben eine richtig gute Chance – zum Beispiel, wenn man jemanden kennen lernt, der ähnliche Träume hat. So haben wir uns deshalb vor einem Jahr entschieden, gemeinsam eine Weltreise zu planen, eine Auszeit zu nehmen und uns ganz viel von dem anzusehen, was wir noch gar nicht, oder nur viel zu kurz kennen lernen konnten. Während mein Freund das Ganze als Sabbatjahr einreichen konnte, musste ich mich dazu entscheiden meinen sicheren Job zu kündigen und meine Wohnung zu vermieten – anfangs eine schwierige Situation, mit der ich inzwischen aber mehr als glücklich bin.

Seit wann bist du schon Unterwegs und welche Ziele habt Ihr noch vor euch?

Wir sind seit Juni unterwegs: Zuerst ging es mit dem Bulli durch Europa. Angefangen haben wir in England und sind über Schottland und Irland nach Cornwall zurück gekehrt, um von dort aus nach Frankreich zu fahren. An der Küste entlang ging es für uns nach Nordspanien, Portugal, Südspanien, über die Inseln Korsika, Sardinien und Sizilien, schließlich zurück aufs italienische Festland und für einen kurzen Zwischenstopp nach hause.

Bulli Weltreise Kitesurfing

Sonnenaufgang in den französischen Pyrenäen: Mit Ihrem VW-Bulli entdecken die beiden die Küsten Europas

Seit Oktober befinden wir uns nun auf dem Flugreisen-Teil und damit mit großer Zeitverschiebung weit weg von der Heimat! Auf Hawaii haben wir mit einer klasse Woche angefangen: Kitesurfen, Stairs of Heaven, North Shore und Waikiki-Beach-Tour inbegriffen. Danach waren wir drei Wochen mit einer tollen Crew in Französisch Polynesien auf einem Katamaran unterwegs – der absolute Wahnsinn. Wir hätten uns diese Erfahrung vorher niemals so bunt und beeindruckend ausmalen können. Weißer Sand vor den Motus, türkisblaues Wasser, Polynesisches Erdofenessen und die klarsten Sternenhimmel, die wir je gesehen haben, mitten auf dem pazifischen Ozean bei Nacht…

Momentan sind wir auf Rarotonga, die größte der Cook Inseln und absolut empfehlenswert. Das Leben hier ist so easy und entspannt, wie man es sich zuhause manchmal nur wünschen kann – und die Polynesier sind ein wahnsinnig freundlicher, zuvorkommender Menschenschlag. Ich habe ihre Gastfreundlichkeit und Liebe zur Natur extrem schätzen gelernt und kann nur hoffen, das ganz viel davon mit uns am Ende nach hause fliegt.

In den nächsten Wochen werden wir noch Neuseeland, Neukaledonien und Australien bereisen – bevor es dann mitte Januar wieder zurück nach Deutschland geht. Diese Reise hat aber schon lange unsere Erwartungen übertroffen und viel mehr an meiner Einstellung zum Leben, meinen Umgang damit und wie ich mir meine Zukunft vorstelle verändert, als ich jemals gedacht hätte.

Was kannst du den Menschen raten, die auch an eine Weltreise denken?

Jedem Menschen da draußen, der irgendwie die Möglichkeit zu so einer Reise hat, kann ich nur ans Herz legen es einfach zu tun – wir bereuen zu oft die Dinge, die wir nicht getan haben, weil wir uns nicht getraut haben. Ich weiß selbst, dass eine große Portion Mut dazu gehört, vor allem wenn man Verpflichtungen und einen guten Job hat – aber diese Erfahrung nimmt einem niemand mehr!

Was machst du den ganzen Tag über während deiner Reisen ?

Es gibt eigentlich immer etwas zu tun, denn das neue Land möchte ja erlebt und entdeckt werden. Dabei ist die Auswahl an Aktivitäten je nach Umgebung ganz unterschiedlich: Wenn genug Wind ist, gehen wir Kiten, wenn die Wellen schön brechen, gehen wir Surfen – anfangs hatten wir unseren Hund mit dabei und waren viel wandern. Wir schauen wir uns die Städte an, gehen gerne essen, shoppen oder auch mal feiern. Man lernt tolle Menschen unterwegs kennen, die einen auch mal einladen oder ihre Heimat zeigen wollen. Wir hatten auch Besuch von Freunden, die ihre Urlaube auf unsere Reise hin geplant haben – das war fantastisch, weil man so auch immer etwas Heimat dabei hatte. Hier auf Rarotonga machen wir gerade unseren „open water“-Tauchschein – also wieder etwas Neues und ein toller neuer Blickwinkel auf unsere wundervolle Welt.

Kitesurfen Weltreise

Kitesurfen in Lo Stagnore/ Sizilien: Die Lieblingsbeschäftigung zum Ausgleich des anstrengenden Traveler-Lifestyles

Hier und da ergab sich auch mal die Gelegenheit für mich von unterwegs aus zu arbeiten. Die Internetverbindung ist ja mittlerweile so etwas wie Standart geworden und der Kontakt zum Kunden wunderbar gegeben – bei meinem Job ist das natürlich wichtig, von wo aus ich arbeite, ist allerdings fast immer egal – meine Tools habe ich alle dabei! Und dann wäre da ja auch noch mein Blog, auf dem ich regelmäßig neue Reiseberichte veröffentliche oder über Lifestyle-Produkte im Bereich Surfwear, Boardlove, Musik oder Surf-Accessoires schreibe. Ihr seht also: Langweilig wird es einem nicht.

*Ihren Reiseblog erreicht Ihr auf: www.live-surf-travel.de

Was war dein persönlich schönstes Erlebnis?

Ein einziges, allerschönstes Erlebnis habe ich dabei nicht, denn dazu sind es einfach zu viele Dinge, die man unterwegs erfährt. Was ich besonders schätze und mich auch in Zukunft immer weiter reisen lässt, ist die Offenheit der meisten Menschen, denen man begegnet. Dabei ist es völlig egal in welches Land man kommt, es gibt sie überall – und das ist doch etwas wahnsinnig schönes heut zu Tage. Das es immer noch so ist, das man mit offenen Armen empfangen wird, dass es Leute gibt, die sich freuen, dass man ihr Land erkunden möchte, die es toll finden, dass man sich für ihre Kultur interessiert und ihre Lebensweise toleriert und ein Stück weit teilen möchte.

Wir danken Sarah für dieses Interview und den Blick in weit entfernte Orte und ihren Erlebnissen. Welche Orte würdet ihr gerne entdecken? Was hält euch davon ab den Schritt zu wagen?

Teilt uns eure Meinungen in den Kommentaren mit!

Recent Posts

Leave a Comment

Start typing and press Enter to search